Der moderne Tauchsport entwickelte sich vor dem 2. Weltkrieg, als der Wiener Biologe Prof. Dr. Hans Hass, der Pionier des Tauchsportes und der Meeresforschung, einerseits und die Franzosen andererseits die Gummiflossen in der heute bekannten Form entwickelten. Während diese in Frankreich ausschließlich für militärische Zwecke eingesetzt wurden, führte Hans Hass seine ersten Sporttauchversuche auf privater Basis in der Karibik durch.

Wissenswertes über den Tauchsport  
Tauchermasken und weitere Hilfsmittel ergänzten die Ausrüstung der Taucher, die nicht mehr auf die klobigen Taucheranzüge mit Helmen angewiesen waren. Für längeren Aufenthalt unter Wasser verwendete Hans Hass Sauerstoffgeräte mit geschlossenem Kreislauf. Der Vorteil dieser Geräte besteht zwar in der Unauffälligkeit und der Geräuschlosigkeit des Tauchens, da beim Atmen keinerlei Luftblasen nach außen abgegeben werden. Nachteilig hingegen ist, daß das Tauchen mit reinem Sauerstoff aus Sicherheitsgründen nur bis zu geringen Tiefen (max. 10 m) möglich ist. Aus diesem Grunde setzten sich die von Jacques Cousteau eingeführten Preßluftflaschen durch, die größere Tauchtiefen (bis ca. 40 m) und längere Aufenthalte unter Wasser ermöglichten und heute den Standard für den normalen Tauchsportler darstellen. Eine Kombination aus diesen beiden Techniken stellen die sogenannten Mischgasgeräte dar, bei denen ein genau definiertes Gasgemisch verwendet wird, das noch größere Tauchtiefen und -aufenthalte ermöglicht und in den letzten Jahren stark an Bedeutung zugenommen hat.

Jacques Cousteau gründete 1959 in Monaco den Welttauchverband CMAS, dessen Präsident er anfangs auch war. Die CMAS vertritt alle Interessen der weltweiten Tauchergemeinde und sorgt durch Standards und weltweit gültige Richtlinien für eine gefahrlose Ausübung dieser faszinierenden Sportart. Daneben gibt es noch andere Institutionen wie z.B. PADI, NAUI und SSI.

Schwimmen und Tauchen steht laut einer österreichweiten Befragung in der Beliebtheit aller Sportarten an zweiter Stelle. Den Tauchsport kann man auf vielfältige Weise betreiben, und zwar vom Schnorcheln über das Freitauchen (ohne Atemgerät) bis zum Gerätetauchen mit Preßluftflasche. Tauchen kann zum Vergnügen, in der Freizeit oder im Urlaub (meist als Unterwasserfotograf oder -filmer), bis zur wissenschaftlichen (z.B. Meeresforschung, Höhlentauchen etc.) oder professionellen Beschäftigung betrieben werden und findet in speziellen Wettkampfdisziplinen auch die Herausforderung zu sportlichen Leistungen.

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