Flossenschwimmen und Streckentauchen ...  

... wird üblicherweise wie bei den normalen Schwimmern meist in einem Bassin durchgeführt. Zur Austragung kommen dabei die Strecken von 50 m, 100 m, 200 m, 400 m, 800 m und 1500 m im Flossenschwimmen (in „ABC"- Ausrüstung, d. h. mit Maske, Schnorchel und Flossen), bzw. 25 m und 50 m im Streckentauchen ohne Atemgerät und 200 m, 400 m und 800 m im Streckentauchen. Bei den letztgenannten Disziplinen wird ein kleines Preßluftgerät vor sich hergeschoben. Darüber hinaus gibt es wie beim Schwimmen auch Staffelbewerbe, bzw. in Sonderfällen auch Langstreckenbewerbe in Seen und am Meer über einige Kilometer. Siegeskriterium ist dabei in allen Fällen die erreichte Zeit im Ziel.

Die ersten Europameisterschaften wurden Ende der 60er-Jahre durchgeführt. Noch im Jahre 1971 wurde in Barcelona eine komplette Tauchsporteuropameisterschaft in allen Disziplinen (Orientierungstauchen, Langstreckentauchen und Flossenschwimmen im Bassin) durchgeführt, wobei damals mit Stahl verlängerte Gummiflossen verwendet wurden. Seit 1972 (erstmals in Moskau) gibt es eigene Meisterschaften der Flossenschwimmer. Im Wettkampf werden nur noch glasfaserverstärkte Epoxidharz-Schwimmflossen verwendet. Von den Spitzenathleten werden auf allen Strecken an der Oberfläche konsequent Schnorchel (max. 48 cm lang) zum Atmen eingesetzt, die eine optimale Wasserlage ermöglichen, weil im Gegensatz zum klassischen Schwimmen der Kopf nicht mehr gedreht werden muß.

1976, bei der ersten Weltmeisterschaft in Hannover, kam ein heute selbstverständlicher Trend zum Durchbruch. Auf den Kurzstrecken wurden alle Titel mit einer MONO-Flosse, bei der beide Füße in einem Flossenblatt stecken, im Delphinstil (ohne Armbewegungen) gewonnen. Diese Technik wird heute bei allen Wettkampfdisziplinen angewandt.

Im Juni 1986 wurde Flossenschwimmen und Streckentauchen, obwohl noch eine relativ junge Sportart, vom Internationalen Olympischen Comitee als olympische Disziplin anerkannt. Neben den vielen nationalen (u.a. Staatsmeisterschaften) und internationalen Bewerben wird Flossenschwimmen und Streckentauchen heute jährlich abwechselnd in Kontinental- und Weltmeisterschaften durchgeführt.

Das Spektakuläre an dieser Sportart, sowohl für die Aktiven als auch für die Zuschauer, liegt in der doch sehr hohen Schwimmgeschwindigkeit (bis zu 13 km/h), die durch die Monoflosse erreicht wird.

Die Wiener Taucher konnten zwar in dieser Sportart international bisher ganz gut mithalten, doch gab es leider zu wenig Nachwuchs, weshalb der Landestauchverband Wien mit seinen Trainern ein besonderes Programm zur Heranführung der Kinder und Jugend gestartet hat, das mittlerweile schon große Erfolge brachte.

Zu unseren besten Flossenschwimmern zählten über viele Jahre Manuela und Martin Glozik sowie die von ihnen so erfolgreich aufgebaute Kamila David (Flossenschwimmverein Dolphins). Die von Manuela und Martin Glozik trainierte Sabine Tagwerker tritt derzeit äußerst erfolgreich in deren Fußstapfen. Und auch der jüngste Nachwuchs berechtigt zu großen Hoffnungen, wie die letzten Meisterschaften zeigten.