Die verschiedenen Bewerbe im Orientierungstauchen ...  
... sind international nach den Reglements des Welttauchverbandes CMAS vereinheitlicht. Die Taucher werden in bestimmten Zeitintervallen vom Start gelassen, wobei die Bojen je nach Disziplin unter Wasser bewegt oder umrundet werden müssen. Der Taucher muß während des gesamten Bewerbes unter Wasser bleiben, das Auftauchen eines Körperteiles führt zur sofortigen Disqualifikation. Das Auffinden der Bojen wird meist durch schlechte Sicht unter Wasser (1 bis 1 ½ Meter) bzw. durch manchmal vorhandene Strömungen erschwert. Die einzige erlaubte Orientierungshilfe besteht aus den notierten Kurswerten (Richtungen und Strecken), die zum Absolvieren des Kurses in kürzestmöglicher Zeit anhand des mitgeführten Kompasses und des Streckenzählers möglichst genau eingehalten werden müssen. Unpräzises Schwimmen (eigentlich Tauchen) bzw. Suchen nach den Bojen geht natürlich auch auf Kosten der Zeit. Der richtige Kurs kann vom Schiedsrichter anhand einer mit dem Taucher verbundenen, mitgezogenen Boje kontrolliert werden. Das Ziel ist je nach Disziplin durch eine Boje oder durch eine Zielleine, die mit möglichst geringer Abweichung passiert werden muß, definiert. Sieger ist, wer den Kurs in der kürzesten Zeit bewältigt. Aufgrund der starken internationalen Konkurrenz hat heute nur noch jener Taucher Siegeschancen, der sowohl mit vollem Krafteinsatz als auch mit größter Präzision ins Ziel kommt.


5-Punkte-Kurs: Fünf im Wasser gesetzte Bojen müssen in der richtigen Reihenfolge unter Wasser gefunden und bewegt werden. Sieger ist derjenige, der den Kurs in kürzester Zeit bewältigt.


M-Kurs: Drei in M-Form gesetzte Bojen, die unter Wasser jedoch nicht sichtbar sind, müssen jeweils auf der richtigen (äußeren) Seite umrundet und das Ziel mit größtmöglicher Genauigkeit erreicht werden. Gewertet werden sowohl die Zeit als auch die Abweichung im Ziel.


Stern-Kurs: Kombination aus 5-Punkte- Kurs und M-Kurs. Fünf Bojen, die gefunden werden müssen, und fünf Bojen, die richtig zu umrunden sind, in sternförmiger Anordnung. Gewertet wird die kürzeste Zeit. MONK-Bewerb: Fünf Bojen, die nur unter Wasser sichtbar sind, müssen von jeweils zwei Tauchern in kürzestmöglicher Zeit gefunden werden. Die Vermessung erfolgt in diesem Falle unter Wasser anhand eines vom Veranstalter beigestellten Planes.


Mannschaftsbewerb: Vier Taucher starten von vier verschiedenen Startbojen (1 bis 4). Jeweils zwei Taucher müssen sich an bestimmten Bojen (A1 bzw. A2) treffen, bevor sie gemeinsam weitertauchen dürfen. Wenn sich diese beiden Paare bei einer weiteren Boje (B) getroffen haben, dürfen sie gemeinsam ins Ziel schwimmen, wo die Zielgenauigkeit gemessen wird. Gewertet werden wie beim M-Kurs sowohl die Zeit als auch die Zielabweichung. „Verlorengegangene" (nicht im Ziel eintreffende) Taucher bewirken kräftige Punkteeinbußen.


Kombinationswertung: Wertung der höchsten Punktesumme aus 5-Punkte-Kurs, M-Kurs und Stern-Kurs.
Wie schon oben erwähnt, gehören unsere Wiener Tauchsportler im Orientierungstauchen zu den Weltbesten!

Martin Glozik vom Finswimming Club Piranhas konnte im Jahr 2000 die
Einzelgesamtwertung im Weltcup gewinnen! Er hat damit die überaus starken Teilnehmer aus den ehemaligen Ostblockländern auf die Plätze verwiesen. Im darauffolgenden Jahr wurde er zusammen mit Georg Biegelbauer vom HSV Wien Weltmeister im MONK. Für diese hervorragenden Leistungen wurde ihnen in einer Feier im Wiener Rathaus von Frau Vizebürgermeisterin Grete Laska der Große Sportpreis der Stadt Wien verliehen!